Hygge Cgristmas

Hygge-Adventskalender

Entspannt durch die Weihnachtszeit mit DIYs, Rezepten und Bräuche aus dem hohen Norden mit meinem kleinen Hygge-Adventskalender.

Gerade zur Vorweihnachtszeit ist es oft alles andere als besinnlich. Geschenkestress, Menüplanung und diverse Weihnachtsfeiern, da weiß man manchmal nicht wo einem der Kopf steht.
Unter anderem ein Grund, weswegen ich mich zu dieser Jahreszeit meistens in den hohen Norden in die Stille nach Finnisch-Lappland absetze. Klar gibt es auch in Finnland für mich vor dem Fest auch noch so einiges zu erledigen, denn ich liebe Weihnachten mit allem Drum und Dran! Baum, Plätzchen und Weihnachtsliedern! Aber wie schaffen es die Skandinavier denn nun nicht in Stress zu verfallen, sich Zeit für die Familie zu nehmen und wie verschönern sie sich eigentlich die dunkle Jahreszeit? Ich glaube, es liegt an ihrem Geheimrezept – an der Magie der kleinen Dinge!

Und genau darum geht es hier, um die Magie der kleinen Dinge! Mit dem Hygge-Adventskalender will ich euch mitnehmen in den Norden. Er soll euch ein wenig durch die Vorweihnachtszeit begleiten, mit 24 Ideen für mehr skandinavische Gelassenheit, nordischen Rezepten ohne zu viel Tamtam, typischen Weihnachtsbräuchen, einfache DIYs und außerdem nehme ich euch im wahrsten Sinne des Wortes mit in den Norden. Denn ich sitze quasi schon auf gepackten Koffern und bald geht es los.

Ich wünsche euch eine hyggelige Weihnachtszeit!

 

1. Dezember

Brief an den Weihnachtsmann

Weihnachten in Skandinavien wäre ohne Weihnachtsmann undenkbar. Dem Glauben nach ist die Heimat des Weihnachtsmannes Finnland, genauer gesagt Korvatunturi, dort wohnt er zusammen mit unzähligen Weihnachtswichteln und seinen Rentieren. Wenn man einen Wunschzettel an den Joulupukki, wie er im Finnischen genannt wird, schreiben möchte, dann sollte man ihn an folgende Adresse schicken: Santa Claus Main Post Office, 96930 Arctic Circle, Finnland. Rund eine halbe Millionen Briefe landet dort jedes Jahr in seinem Briefkasten.
 So ein Brief ist keinesfalls nur etwas für Kinder! Auch wir Erwachsene haben schließlich Wünsche. Nutzt einmal die Möglichkeit, darüber nachzudenken, was euch wirklich wichtig im Leben ist und bringt es in einem Brief an den Weihnachtsmann zu Papier.

Rovaniemi Postoffice

2. Dezember

Havregrynskugler – dänische Schoko-Hafer-Kugeln

Während es in Schweden diese kleinen Köstlichkeiten das ganze Jahr über gibt, sind Schoko-Hafer-Kugeln in Dänemark untrennbar mit Weihnachten verbunden. Kinderleicht herzustellen, ganz ohne Backen sind sie leider oft genauso schnell wie sie gerollt sind auch wieder vernascht!

Hier geht es zu dem Rezept >>> Schoko-Hafer-Kugeln

Hafer-Schoko-Kugeln

3. Dezember

Hyggelige Weihnachtsbücher

Einfach mal abschalten und entspannen – Smartphone ausschalten, Fernbedienung zur Seite legen.
 Macht es euch kuschelig, gönnt euch eine Auszeit und schnappt euch ein gutes Buch! Eine Wolldecke und eine Kanne Tee auf dem Tisch sind die optimalen Begleiter für eine hyggelige Lesezeit. Lesen hilft uns für ein paar Stunden zu vergessen, was alles noch vor Weihnachten zu erledigen ist und bietet unserem ganzen Körper Entspannung.
Wieso nicht gleich zu einem Weihnachtsbuch greifen? Klassiker aus dem Norden wie “Der Tannenbaum” von Hans Christian Andersen oder “Tomte und der Fuchs” von Astrid Lindgren versetzen nicht nur die kleinen Leser in Weihnachtsstimmung. Welches sind eure liebsten Weihnachtsbücher?

Buch Hygge

4. Dezember

Joulutorttu – finnische Weihnachtssterne

Joulutorttu – finnische Weihnachtssterne. Kleine aus Plunderteig geformte Sterne mit einem Herz aus leicht herbem Pflaumenmus. Dieser Weihnachts-Klassiker aus Finnland ist ein echter Hingucker!
Noch warm und zart bestäubt mit Puderzucker sind sie ein wahrer Traum und meist bleibt nicht viel Zeit, um die kleinen Kunstwerke zu betrachten, denn schwups schwups sind sie auch schon aufgefuttert. Heutzutage backen viele ihre Joulutorttu aus fertigen Blätterteig. Joulutorttu – die schnelle Variante habe ich euch schon vor einigen Jahren einmal vorgestellt. Doch es lohnt sich durchaus den Plunderteig selber zu machen. So kann man zum Beispiel auch Dinkelmehl verwenden. Ich finde das passt sehr gut, weil der Teig so noch eine fein-nussige Note bekommt.
Hier habe ich nun endlich das schon längst überfällige Rezept mit selbstgemachtem Plunderteig >>> Joulutorttu – finnische Weihnachtssterne

Finnisches Weihnachtsgebäck Joulutorttu

5. Dezember

Weihnachtslieder singen

Hand in Hand, im Kreis singend um den Baum herum. Stimmungsvoll, andächtig, vielleicht nicht ganz den Ton treffend, aber ungefähr so stelle ich mir meine Bullerbü-Weihnachten vor. Irgendwie habe ich da immer Madita und Lisabet vor Augen. Meine Realität sieht zwar ganz anders aus, aber Weihnachtslieder gehen einfach immer ans Herz und wenn sie dann auch noch auf schwedisch oder finnisch sind, dann ist es eh um mich geschehen! Sobald ich auf meinem Weg Richtung Lappland auf finnischem Boden bin, stelle ich das Autoradio auf  den Sender Jouluradio. Zu Hause in Deutschland könnte ich den Sender zwar auch über das Internet hören, aber irgendwie begnüge ich mir dort lieber mit meiner eigens zusammengestellten Joulua Jul-Playlist auf Spotify.

6. Dezember

Balkonien im Winter

Die Tage werden zwar kürzer, aber dennoch bietet auch der Winter noch genug trockene Tage an denen man seinen Balkon trotz Frost und Kälte als erweitertes Wohnzimmer nutzen kann. Mit einer kuscheligen Wolldecke, ein paar flauschigen Kissen oder einem Schaffell kann man es sich schön gemütlich draußen machen und die frische Luft genießen. Windlichter oder unterschiedlich große Stumpenkerzen auf einem Tablett sorgen zusätzlich für eine wohlig warme Atmosphäre. Und wer dann so richtig gefallen an seinen Winterbalkon gefunden hat, kann auch andere an seinem Glück teilhaben lassen. Also wieso nicht ein paar Freunde auf eine Tasse heißen Glögg mit Pepparkakor einladen?

Passende Rezepte dazu findet ihr hier:

Hygge Balkon

7. Dezember

Von der Resteverwertung zum Weihnachtsdessert

Dieses traditionelle norwegische Dessert, mit seinem rätselhaften Namen „Verschleiertes Bauernmädchen“, ist die leckerste Verwertung von altbackenem Brot, die man sich vorstellen kann. Ein Apfeltrifle bestehend aus fruchtigem Apfelkompott und karamelligen Brotbrösel zwischen Sahne geschichtet – ein Gedicht! Nicht nur die Norweger lieben es. Ein ganz ähnliches Rezept ist auch in Dänemark und an der deutschen Nordseeküste sehr beliebt. Dafür liebe ich die skandinavische Küche, dass sie so herrlich leckere Dinge zur Resteverwertung zaubern kann!

Hier geht es zum Rezept >>> Apfeltrifle (Tilslørte bondepiker)

8. Dezember

Finnisches Malzbrot (Saaristolaisleipä)

Saaristolaisleipä – eine besondere Brotspezialität aus dem Schärengebiet im südwesten Finnlands. Leicht süßlich, tiefdunkel und perfekt zu gebeiztem Lachs. Im Gegensatz zu seinen skandinavischen Nachbarländern Schweden und Norwegen ist Finnland ein Roggenbrot-Land. Auch heute noch bäckt man, besonders zu Weihnachten, noch gerne selber Brot. Allem voran Saaristolaisleipä (wörtlich – das Brot der Inselbewohner)! Wer sich immer noch nicht so richtig vorstellen kann, wie es schmeckt – es erinnert am ehesten an Pumpernickel. Kombiniert mit salziger Butter oder gebeiztem Lachs ist es einfach nur ein Gedicht! Auch eingelegte Heringe passen ganz wunderbar dazu. Also kein Wunder, dass es gerade zu Weihnachten und an Mittsommer Hochsaison hat.

Hier geht es zum Rezept >>> Finnisches Malzbrot (Saaristolaisleipä)

finnisches Malzbrot

 

9. Dezember

Winterspaziergang

Manchmal ist es schwierig, abzuschalten. und den turbulenten Alltag hinter sich lassen. Nirgendwo geht das besser, als draußen in der freien Natur! Also packt euch dick ein mit Mütze, Schal und Handschuhen und ab nach draußen! Egal bei welchem Wetter. Für die Skandinavier gibt es auch kein schlechtes Wetter, nur falsche Kleidung. Ob alleine oder mit Freunden, Hauptsache an die frische Luft. Genießt die wunderschöne Winterlandschaft, atmet tief durch, nehmt eure Umgebung neu wahr und lasst euren Gedanken einfach mal freien lauf. Und wenn man dann so richtig gut durchgepustet wurde, dann ist es hinterher auf dem heimeligen Sofa gleich doppelt so schön. Oder wärmt euch mit einem schönen Teller heißem Eintopf auf!

Hier geht es zu Rezepten von Eintöfen >>> Eintopf

norweger Muster

10. Dezember

Brune Pinner – norwegisches Weihnachtsgebäck

Ganz unprätentiös heißen sie übersetzt einfach nur braune Stäbchen. Ich würde sagen, typisch norwegisches Understatement. Denn sie sind einfach himmlisch! Und dabei völlig unkompliziert in der Herstellung. Kein Wunder, dass sie zu dem beliebtesten Weihnachtsgebäck in Norwegen zählen. Diese Art der Karamellkekse, die man als Rollen auf ein Blech legt und sie hinterher, nachdem sie wegen des hohen Buttergehalts in die Breite gelaufen sind, in Stäbchen schneidet, sind auch in anderen skandinavischen Ländern sehr beliebt. In Schweden nennt man sie Kolasnittar und in Finnland Wilhelmiinat.

Hier geht es zum Rezept >>> Brune Pinner

norwegische Plätzchen

11. Dezember

Weihnachtsduft selber machen

Weihnachten ist ein Fest für alle Sinne. Der Geruch nach Orangen, Äpfeln, Zimt und anderen Gewürzen lässt alle Jahre wieder Erinnerungen an Kerzenschein, Plätzchen und Tannenbaum wach werden. Aber Düfte können noch viel mehr. Wir assoziieren bestimmte Stimmungen und Emotionen mit ihnen und können so unser Wohlbefinden beeinflussen. Zum Glück ist es ganz einfach sich diesen entspannenden Weihnachtsduft nach Hause zu holen. Mit Nelken gespickte Orangen sind zum Beispiel kinderleicht herzustellenden. Dazu pikst man das spitz zulaufende Ende der Nelken einfach in die Orangenschale. In Norwegen ist so eine Orange sogar fast wie ein Adventskalender, sie wird mit 24 Nelken gespickt und dann zieht man jeden Tag eine heraus.
Nicht nur gut duften, sondern auch hübsch aussehend sind Girlanden aus getrockneten Früchten und Gewürzen. Hierfür getrocknete Orangen- oder Apfelscheiben abwechselnd mit Zimtstangen mithilfe einer rustikalen Kordel zu einer duftenden Girlande aufreihen.

Orangen Nelken

12. Dezember

Safranschnecken anstatt Lussekatter

Am 13. Dezember wird in ganz Schweden das Luciafest gefeiert. Dieses Jahr wird es bei mir an Stelle von Lussekatter, saftige mit Vanille gefüllte Saffransbullar geben. Eine meiner liebsten Hefeteilchen in Schweden sind die mit Vanille gefüllten. Ich habe schon öfters mal versucht meine Schnecken mit Vanillecreme zu füllen. Leider war das Ergebnis meistens nicht zufrieden stellend. Denn meist ist die gute Vanillecreme einfach davon gelaufen. Jetzt habe ich aber glaube ich die Lösung gefunden! Ähnlich wie bei den Zimtschnecken vermischt man für die Füllung einfach weiche Butter anstatt mit Zimt, mit Vanille. Manchmal kann die Lösung so einfach sein! Mit dieser neuen Erkenntnis habe ich prompt meinen Lussekatter-Teig für den anstehenden Luciatag damit gefüllt. Ich will mich nicht selber loben, aber dieses Jahr habe ich ganz besonders leckere Saffransbullar gezaubert. In Kombination mit den angebräunten Mandelblättchen einfach ein Gedicht! Zum Glück habe ich reichlich gebacken, sonst wären am Ende am Luciatag garkeine mehr da.

Hier geht es zum Rezepz >>> Safranschnecken mit  Vanillefüllung  (Saffransbullar med vanilj)

13. Dezember

Winterliches Vogelfutter

Zu den Weihnachtsbräuchen im hohen Norden gehört es, dass auch der Tiere gedacht wird. Haustiere wie Hunde oder Katzen erhalten oft ein eigenes Geschenk und für die Vögel in der freien Natur werden die Vogelhäuschen mit Sonnenblumenkernen gefüllt und Meisenknödel in den Bäumen verteilt. Früher bekamen sogar die Tiere im Stall eine extra Portion Futter am Weihnachtstag.
Nicht nur ein schöner Brauch, wie ich finde, sondern auch durchaus dekorativ! Besonders gut gefallen mir die Getreidegarben, die man in der Vorweihnachtszeit in den Supermärkten zu kaufen bekommt. Da einige Vögel jedoch unbedingt Weichfutter brauchen, sollte die Garbe natürlich nicht alles sein, was man den Vögeln anbietet. Man kann auch sehr hübsche Meisenknödel in verschiedenen Formen selber machen. Eine Anleitung gibt es zum Beispiel bei Naturschutzbund >>> So stellen Sie winterliches Vogelfutter selbst her

Hafer für Vögel

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