Weihnachstbäckerei aus Skandinavien

Weihnachstbäckerei aus Skandinavien

Nur wenige Dinge verbreiten eine so herrliche Weihnachtsstimmung wie der Duft selbst gebackener Weihnachtsplätzchen. Gerade in Skandinavien versüßt man sich gerne die dunkle Jahreszeit mit leckerem Gebäck. Also her mit der Weihnachstbäckerei aus Skandinavien!

Halloween ist vorbei, die Bäume haben inzwischen fast keine Blätter mehr, es wird immer früher dunkel und es ist einfach nur usselig draußen. Höchste Zeit an Weihnachten zu denken! Ich stehe praktisch schon in den Startlöchern. Die ersten Plätzchen habe ich tatsächlich schon gebacken, und zwar bei sonnigen 21 Grad. Das war allerdings eher eine Auftragsarbeit. Jetzt geht es darum meine eigenen Plätzchendosen zu füllen. Um mir einen Überblick zu verschaffen, habe ich mich durch diverse Foodblogs gelesen. Schließlich probiere ich neben meiner All-Time Favorites immer gerne auch neue Plätzchenrezepte aus. Geht es euch auch so? Auf der Suche nach Weihnachtsgebäck aus Skandinavien bin ich auf so einige leckere Rezepte gestoßen – Neues und Bekanntes. Meine kleine Sammlung möchte ich gerne mit euch teilen. Wenn ihr weitere Rezepte kennt, immer gerne her damit!

Pepparkarkor, Piparkakku & Brunkager

Pfefferkuchen sind bei uns sicherlich das bekannteste Weihnachtsgebäck aus dem hohen Norden. Doch je nach Land und Regionen gibt es natürlich Besonderheiten und unzählige alte Familienrezepte. Eines haben jedoch alle gemein: Wenn der Duft von Zimt, Kardamom, Ingwer und Nelken durch die Häuser zieht, dann ist Weihnachtszeit im Norden – es werden Pfefferkuchen gebacken. Sie gehören im hohen Norden zu Weihnachten, wie bei uns Lebkuchen und Stollen. Der Name der Kekse täuscht ein wenig, denn in den Teig kommt kein bisschen Pfeffer, aber jede Menge aromatische Gewürze.

pfefferkuchen
© Sina Kaiser, nordlandfieber.de
dänische pfefferkuchen
© nordisch.info

Ein klassisches finnisches Pfefferkuchen-Rezept habe ich bei nordlandfieber.de gefunden. Ähnlich und doch ganz anders ist ein weiteres finnisches Rezept, dass der finnischen Liebe zum Roggenmehl gerecht wird: Ruispiparit – Roggenpfefferkuchen. In meiner schwedischen Variante Pepparkakor med mandel kommen neben den üblichen Zutaten auch noch Mandelblättchen in den Teig. Während in Finnland und Dänemark die Pfefferkuchen gerne ausgestochen werden, wird in Dänemark der Teig der Brunkager meist zu großen Rollen oder Vierecken geformt und dann in dünne Scheiben geschnitten. Aber auch hier wandern gerne Mandeln in den Teig oder auch Pistazien als farblichen Hingucker. Auch auf Island gehören Kryddhjörtu zum klassischen Weihnachtgebäck.
Wer lieber Kuchen bäckt als Plätzchen aussticht könnte es mal mit dem Pfefferkuchen-Kuchen mit Preiselbeeren von raspberrysue brobieren.

Dänisches Weihnachtsgebäck

© Katharina Laurer, wienerbroed.de
dänisches Siedegebäck
© Kathrin Grotjahn, sanddornundseegras.de

Neben Plätzchen gibt es in Dänemark während der Weihnachtszeit vorallem Æbleskiver, kleine Apfelpfannkuchen die in einer speziellen Form kugelig herdausgebacken werden. Äpfel kommen auch in den verlockenden Apfelzopf mit Kardamom. Dänisches Buttergebäck in Form von Vanilje-Kranse ist gerade zur Weihnachtszeit besonders gerne gesehen, genauso wie Pebernødder. Welche Plätzchen ich dieses Jahr auf jeden Fall mal probieren werde, sind Finskbrød. Alleine schon des Namens wegen! Auch wenn die vermeintlichen finnischen Plätzchen gar nichts mit Finnland zu tun haben.
Ein weiteres Rezept, dass ich unbedingt mal ausprobieren möchte ist Ris a l’amande-Kuchen. Das klassische dänische Weihnachtsdessert – Milchreis mit Mandeln und Kirschsoße – in Kuchenform. Sicherlich nicht nur optisch ein Genuss!

Schwedisches Weihnachtsgebäck

Schwedisches Luciagebäck

© Katharina Laurer, wienerbroed.de

Wenn ich an schwedisches Weihnachtsgebäck denke, dann habe ich meistens nach Safran duftende Hefeteilchen Lussekatter vor Augen. Auch wenn sie untrennbar mit dem 13. Dezember, dem stimmungsvolle Luciafest verbunden sind, so gibt es sie eigentlich die ganze Weihnachtszeit hindurch. Oft schon ab Anfang November. Safran wandert jedoch nicht nur in das Hefegebäck, sondern auch gerne in einen Gugelhupf – Saffranskaka. Die allseits beliebten Zimtschnecken hingegen sind eigentlich keine typische Weihnachtstradition in Schweden, aber bei manchen Familien eben doch. Ich sage nur Julbröd! Es gibt natürlich auch viele klassische Plätzchenrezepte: Uppåkrakakor – Schwedische Butterplätzchen mit Pistazien und Haselnüssen, Apfelsinenschnitten oder Zimtherzen. Oder wie wäre es mit Chokladbollar? Sie sind schnell gerollt und auch genauso schnell wieder vernascht!

Finnisches Weihnachtsgebäck

Finnisches Rezept Joulutorttu

Wenn man mich fragen würde, was das typischste Weihnachtsgebäck in Finnland ist, hieße die Antwort : Joulutorttu – kleine aus Blätterteig geformte Sterne. Wer den Blätterteig nicht selber machen möchte, für den gibt es auch noch die schnelle Variante Joulutorttu, so braucht an Weihnachten niemand ohne Weihnachtsgebäck dazustehen! Eine andere Besonderheit ist sicherlich der Dattelkuchen. Er ist übrigens ein beliebtes Mitbringsel, wenn man eingeladen ist. Plätzchen zum Ausstechen gibt es natürlich auch – Kardamom-Plätzchen. Oder wie wäre es mit Zimt-„S“? Der Name verrät schon die Form der Leckerei. Für einen echten Hingucker auf der Adventstafel sorgt die Preiselbeer-Biskuitrolle.

Norwegisches Weihnachtsgebäck

In Norwegen gehören neben klassischen Plätzchen auch hauchdünne Waffeln wie Krumkaker oder Goro zu den Klassikern zur Weihnachtszeit.
Plätzchenrezepte habe ich leider nicht sehr viele gefunden. Aber immerhin hat herzelieb.de herrlich mürbe Berlinerkranser gebacken.

Isländisches Weihnachtsgebäck

isländische Zimtherzen
© Ursula Jäger, islandfankochbuch.blogspot.com

Eine wunderbare Zusammenstellung isländischer Weihnachtskekse von Anis bis Zimt findet ihr bei islandfankochbuch!

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  1. Tolle Sammlung, das sieht alles mega lecker aus. Da bekomm ich natürlich gleich Lust aufs Essen 😉 Feine Grüße!

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