Gefüllter Karottenkuchen (Gulrotkake)

Ob man ihn nun Möhrenkuchen, Karottenkuchen oder Rüblitorte nennt – Hauptsache saftig!

Zu Ostern haben Karottenkuchen in Deutschland Hochkonjunktur. Ganz anders im Norden dort isst man ihn das ganze Jahr über! Tatsächlich verbindet die Liebe zu Karottenkuchen alle nordischen Länder! Die Rezepte sind alle relativ ähnlich, wobei natürlich jeder von sich behauptet das beste Rezept zu haben. Was die meisten verbindet: Es wird mit Öl gebacken anstatt mit Butter, Gewürze wie Zimt, Kardamom und manchmal auch Muskatnuss oder Ingwer, Frischkäsetopping und die Form. Sucht man in einer Bäckerei bei den Torten nach ihm, wird man eher nicht fündig. Die nordische Variante wird meistens auf dem Blech gebacken und dann in Quadrate geschnitten.

Möhrenkuchen Rüblitorte

Karottenkuchen – Unscheinbar aber oho!

Ich muss gestehen, dass ich meine Liebe zu dem Kuchen mit den Karotten erst sehr spät gefunden habe. Sieht er doch recht unscheinbar aus, wenn er so in der Auslage liegt. Ein Grund mehr warum ich mich heute für die Torten-Variante entschieden habe. Ich wollte ihm einfach das verlockende Aussehen verpassen, das er geschmacklich verdient hat. Und in der Tat inzwischen rangiert er gleich nach den Zimtschnecken auf Platz zwei der am häufigsten gebackenen Köstlichkeiten. Denn er ist nicht nur unschlagbar lecker, sondern auch schnell und einfach gemacht! Umso verwunderlicher, dass ich bisher kein Rezept auf meinem Blog habe. Zumindest kein klassisches Rezept. Aber dafür eine kleine Abwandlung: Veganer Kürbiskuchen.

norwegischer Karottenkuchen

Das mein erstes Karottenkuchen-Rezept auf meinem Blog nun ausgerechnet ein norwegisches ist, hat zwei Gründe. Zum einen, weil ich ihn kurzerhand noch mit Gulrotmarmelade, norwegischer Karottenmarmelade gefüllt habe. Könnt ihr euch noch erinnern? Die habe ich euch letzte Ostern vorgestellt. Und zum anderen, weil Karottenkuchen scheinbar der Foodbloggertrend Ostern 2021 sind. So gibt es bei Blogger Kolleginnen Morotskaka: Karottenkuchen auf Schwedisch und Gulerodskage – dänischer Möhrenkuchen. Also dachte ich, mache ich den Läbder-Reigen voll und steuere eine norwegische Variante bei.

Frohe Ostern!

 

Rüblitorte

Rezept für norwegischen Karottenkuchen

(Springform 20 cm)

Zutaten:
Teig:
200g Zucker
3 Eier
200 ml Rapsöl
50 ml Buttermilch oder Joghurt
300 g Mehl
130 g gemahlene Haselnüsse
250 g geriebene Karotten (ca. 3 große Karotten)
1 TL Backpulver
1 TL Vanillezucker
1/2 TL Zimt
1/2 TL Kardamom, grobgemahlen
1/2 TL Salz
Füllung:
300 g Frischkäse
50 g weiche Butter
100 g Puderzucker
1 Glas Karottenmarmelade
Zum Verzieren:
Pistazien oder Orangenabrieb

Karottenmarmelade

Zubereitung: Zunächst die Karotten schälen und fein raspeln.
Dann den Ofen auf 200 Grad Unter-/Oberhitze vorheizen.
Die Eier und den Zucker schön schaumig schlagen und dann den Joghurt und das Öl hinzufügen und weiter rühren.
In einer zweiten Schüssel das Mehl, das Backpulver, Vanillezucker, Salz und Zimt gut vermischen und erst dann unter die Eier-Zucker-Mischung geben. Nun vorsichtig unterheben, nicht mehr den Handrührer verwenden, sonst verliert der Teig seine Fluffigkeit. Zum Schluss noch die geriebenen Karotten und die Haselnüsse unterziehen. Dann die Form buttern und den Teig hineinfüllen. Für 35 bis 40 Minuten backen und gut auskühlen lassen. Man kann den Teigboden gut schon einen Tag im voraus backen.
Für die Füllung den Frischkäse, die weiche Butter und den gesiebten Puderzucker aufschlagen bis eine homogene Masse entstanden ist.
Dann den Karottenkuchen horizontal in zwei Hälften schneiden. Die untere Kuchenplatte zunächst reichlich mit der Karottenmarmelade bestreichen und dann mit einem Drittel des Frischkäse-Frostings bestreichen. Die obere Kuchenplatte darauf setzen. Und das restliche Frosting rundherum verteilen. Nun kann man die Torte noch je nach Guto verzieren.

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