Pyttipanna Restepfanne

Pyttipanna, pyttipannu oder pytt i panne –
die nordische Restepfanne

Ob nun Pyttipanna, pyttipannu oder pytt i panne – gemeint ist ein klassisches Resteessen aus Kartoffeln und Fleischreste vom Vortag. Übersetzt heißt es übrigens so viel wie „Kleines in der Pfanne“.

Montag ist also der perfekte Resteessen-Tag. Wer kennt das nicht, am Wochenende wurde ordentlich gekocht und im Kühlschrank stapeln sich nun kleine Schüsselchen mit irgendwelchen Essensresten. Also kommt einfach alles in eine große Pfanne. Vielleicht noch ein Spiegelei obendrauf und als besondere Beilage in Scheiben geschnittene Rote Bete oder Gewürzgurken. Perfekt!

Ein richtiges Rezept gibt es also eigentlich nicht. Gefragt ist eher Kreativität an der Pfanne. Bei mir wandert neben Kartoffeln und Fleischresten meist auch etwas durchwachsener Speck in die Pfanne. Aber auch gerne das ein oder andere Gemüse, das ich noch im Kühlschrank finde. Karotten die anfangen zu schrumpeln oder Staudensellerie, den ich nicht ganz aufgebraucht habe. Alles ist möglich!

Heutzutage wird das Gericht allerdings nicht mehr nur zur Resteverwertung gekocht, sondern auch einfach mal so, dann verwendet man frische Kartoffeln und brät extra ein gutes Stück Rindfleisch an. In Finnland und Schweden gibt es in den Tiefkühlregalen im Supermarkt sogar Fertiggerichte mit kleingewürfelten Kartoffeln und Karotten zu kaufen.

Um euch jedoch ein Gefühl für dieses im Norden so heißgeliebte Essen zu geben, habe ich die Zutaten meiner letzten Pyttipanna-Variation einfach mal zusammengeschrieben.

PyttipannaPyttipannaRezept für Michaelas Pyttipanna

(4 Portionen)

Zutaten:
ca. 500 g gekochte Kartoffeln
2 Zwiebeln
6 Würstchen
100 g durchwachsener Speck
2 Stangen Staudensellerie
Salz & Pfeffer
2 EL gehackten Dill
Butter zum Braten
4-8 Eier

Zubereitung: Die Kartoffeln in grobe Würfel schneiden. Viele schneiden alle Zutaten in etwa 1,5 cm große Stücke, das mache ich jedoch, nur wenn die Kartoffeln roh sind, damit sie schneller gar werden. Ansonsten wird mir die ganze Sache leicht zu fettig. Aber probiert es selber aus, wie ihr es lieber mögt. Den Speck in kleine Würfel schneiden und die Würstchen in mundgerechte Scheiben. Dann noch die Zwiebeln schälen und grob würfeln. Und zu guter Letzt noch den Staudensellerie in Scheiben schneiden.
So nun kann es losgehen. Am besten man verwendet eine große schwere Gusseiserne oder beschichtete Pfanne, dann braucht man kaum Fett. Etwas Butter bei mittlerer Hitze schmelzen lassen und den Speck und die Würstchen leicht anbräunen. Dann das ganze auf einen Teller umfüllen. Oder je nach Größe der Pfanne an den Rand schieben. Dann die Zwiebeln und den Sellerie etwa anschwitzen. Nun sollte die Pfanne inzwischen richtig schön heiß sein, dann kann man die Kartoffelstückchen zugefügt und richtig schön braun angebraten.
Zu guterletzt alles miteinander vermischen und mit Salz und Pfeffer würzen und dem Dill bestreuen.In einer zweiten Pfanne die Spiegeleier braten, beide Pfannen auf den Tisch stellen und mit Gewürzgurken servieren.

Pyttipanna mit Spiegelei

Tipps für Pyttipanna

  • Man kann sowohl Pellkartoffeln, Salzkartoffeln oder auch rohe Kartoffeln für dieses Gericht verwenden. Allerdings brauchen rohe Kartoffeln etwas länger und sollten auf jeden Fall in 1,5 cm große Würfel geschnitten werden.
  • Als Fleischeinlage eignet sich kalter Braten, Kassler, Speck und Würste, egal ob Wiener, Bratwürste oder gar Blutwürste. In jedem Fall sollte irgendetwas würziges dabei sein. Ansonsten tut es auch ein Schuß Worcestershiresauce.
  • Gemüse wie klein gewürfelte Karotten, rote Bete oder auch Bohnen sind ebenfalls sehr beliebt.
  • Als kleinen Frischekick machen sich Frühlingszwiebeln und diverse Kräuter ganz gut.
  • Finnen reichen gerne Ketchup dazu.

 

Übrigens ist pyttipanna oder pytt i panna schwedisch, pyttipannu finnisch und pytt i panne norwegisch. In Dänemark gibt es dieses Gericht auch, aber dort heißt die Restepfanne ganz anders – biksemad.

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