
Mustikkapiirakka ist einer der beliebtesten finnischen Blaubeerkuchen. Die Kombination aus knusprigem Mürbeteig, cremiger Sauerrahmfüllung und frischen Blaubeeren – vielerorts auch Heidelbeeren genannt – macht ihn zu einem echten Klassiker der finnischen Sommerküche.
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ie Blaubeersaison ist eröffnet. Juhuuuu! Für mich ist sie der Inbegriff des finnischen Sommers. Blaubeeren gehören zu den Zutaten, die mich sofort nach Finnland versetzen. Am liebsten esse ich sie ganz frisch – morgens einfach unter die Piimä (finnische Dickmilch) gerührt.
Es gibt sogar Kinderfotos von mir, auf denen ich mit blau verschmiertem Mund im Nachthemd zwischen den Blaubeersträuchern stehe und mein Frühstück direkt vom Busch nasche. Das nennt man wohl frühkindliche Prägung …
Kein Wunder also, dass sich im Laufe der Jahre einige Blaubeerrezepte auf meinem Blog. angesammelt haben. Den Anfang machte diese Mustikkapiirakka – bis heute einer meiner liebsten Sommerkuchen aus Finnland.
Gibt es das eine Originalrezept für finnischen Blaubeerkuchen?
Wer nach einem Originalrezept für finnischen Blaubeerkuchen sucht, stellt schnell fest: Das eine Original gibt es nicht. Wie bei vielen traditionellen Rezepten hat fast jede Familie in Finnland ihre eigene Variante.
Während wir in Deutschland meist nur an den einen Blaubeerkuchen denken, gibt es in Finnland ganz unterschiedliche Arten, Blaubeeren zu verbacken. Besonders beliebt sind lockere Rührkuchen (Mustikkakakku), klassische Hefekuchen und Hefeteilchen (Mustikkapullat) oder eben Mustikkapiirakka – eine Tarte mit knusprigem Mürbeteig und cremiger Füllung. Genau diese Kombination macht sie zu einem der bekanntesten Sommerkuchen Finnlands.
Mein Rezept orientiert sich an dieser klassischen Mustikkapiirakka mit Mürbeteig, frischen Blaubeeren und einer feinen Sauerrahmfüllung. So backe ich sie seit vielen Jahren – am liebsten im Sommer in unserem Ferienhaus in Finnland, oft mit Blaubeeren, die wir kurz zuvor selbst im Wald gesammelt haben.
Rezept für Mustikkapiirakka
( für eine 26 cm Kuchen- oder Pieform )
Zutaten:
Teig: 100 g Butter ( Raumtemperatur )
100 g Zucker
1 Ei ( Raumtemperatur )
1 TL Backpulver
200 g Mehl
Füllung: 300 g Blaubeeren
200 g Saure Sahne
1 Ei
1 TL Vanillezucker oder 1 Msp Bourbon Vanillepulver
50 g Zucker ( kommt auf die Reife der Beeren an )
Zubereitung: Die weiche Butter mit dem Zucker schaumig schlagen. Dann das Ei und das mit dem Backpulver vermischte Mehl gut unterrühren. Die Kuchen- oder Pieform fetten und den Teig in die Form drücken so das ein etwa 2 cm hoher Rand entsteht. Auf dem Teig nun die Blaubeeren verteilen. Ihr könnt auch gefrorene nehmen. Allerdings sollte man dann ein Esslöffel Kartoffelmehl unter die Blaubeeren mischen damit die Feuchtigkeit gebunden wird. Das mache ich übrigens auch wenn die Beeren sehr reif sind. Nun die Saure Sahne, Ei, Vanille und Zucker vermischen und gleichmäßig auf den Blaubeeren verteilen. Dann backen, abkühlen lassen und genießen!
Backzeit: 200 Grad im unteren Teil des Ofens für ca. 30 Minuten.

Häufige Fragen zur Mustikkapiirakka
Was bedeutet Mustikkapiirakka?
Mustikkapiirakka ist der finnische Name für einen Blaubeerkuchen oder eine Blaubeer-Tarte. „Mustikka“ bedeutet Blaubeere, „piirakka“ bezeichnet in Finnland sowohl süße als auch herzhafte Kuchen und Pies.
Kann ich auch Heidelbeeren oder Kulturheidelbeeren verwenden?
Ja. Das Rezept gelingt sowohl mit wilden Blaubeeren als auch mit Kulturheidelbeeren (Gartenheidelbeeren). Wilde Blaubeeren sind kleiner, aromatischer und färben den Kuchen intensiv violett. Kulturheidelbeeren sind größer, etwas milder im Geschmack und behalten beim Backen meist ihre Form. Beide eignen sich für dieses Rezept.
Woran erkenne ich wilde Blaubeeren?
Wilde Blaubeeren – auch Waldheidelbeeren genannt – sind deutlich kleiner als Kulturheidelbeeren und sowohl außen als auch innen dunkelblau bis violett gefärbt. Deshalb verfärben sie beim Essen Hände, Zunge und Kuchenteig intensiv blau. Kulturheidelbeeren besitzen dagegen ein helles, grünlich-weißes Fruchtfleisch und färben deutlich weniger.

Oh wie lecker sieht das denn aus! Mal schauen, ob ich meiner Mutter noch ein paar Blaubeeren abschwatzen kann, die hat sie nämlich mühevoll dieses Jahr in Finnland gesammelt, weil es so trocken war, gab es nicht so viele… Und ich denke, dass ich im September selbst auch nicht viele finden werde.Hier in Deutschland finde ich momentan nur die geschmacklosen Zuchtblaubeeren, die nix taugen.
Oh ja das sind die Schattenseiten des wahnsinns Sommers ;-)Hier in Lappland sieht es auch noch nicht so gut aus mit den Blaubeeren, aber dafür gibt es dieses Jahr ganz viele Himbeeren… auch lecker!
Habe dein Rezept gestern ausprobiert. Vom Teig war ich sehr positiv überrascht, leicht sandig und dennoch nicht trocken, obwohl ich eher mit etwas mürben gerechnet hatte. Die Creme war bei mir etwas zu wenig. Ich habe sie vorher bei 80 Grad im Topf angedickt, damit der Boden nicht durchweicht. Werde es nochmal ausprobieren und die Creme mit Zitronensaft machen, kann ich mir sehr gut vorstellen. Danke für das Rezept!
[…] Blaubeer-Tarte (Mustikkapiirakka) […]
[…] mit nahezu allen Früchten oder Beeren. Vielleicht kennt ihr ja auch schon mein Rezept für Mustikkapiirakka? Dann wisst ihr im Grunde schon Bescheid! Das gilt übrigens auch für herzhafte Varianten. Aber […]
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