Pfannkuchen mit Blaubeeren und Apfel-Zimt

Sommerhausküche: Einfach kochen im Ferienhaus

Sommerhausküche leicht gemacht: Erfahre, was du im Ferienhaus wirklich brauchst, wie du ohne viel Equipment kochst und welche einfachen Rezepte perfekt für den Urlaub im Norden sind.

Mit den ersten warmen Tagen im Mai beginnt für viele die schönste Zeit des Jahres. Die Koffer werden gepackt, die Vorfreude wächst – und irgendwo zwischen Pfingsten und den langen Sommerwochen richtet sich der Blick nach Norden.
Dorthin, wo die Tage nicht enden wollen und das Leben ein wenig langsamer wird. Und wo sich vieles nach draußen verlagert – auch die Küche.

Für mich ist die Sommerhausküche eng mit Erinnerungen verbunden. Früher waren es die Ferien mit meinen Eltern, oft in einfachen Hütten oder gemieteten Ferienhäusern in Skandinavien. Kleine Küchen, wenig Ausstattung – aber immer genug, um etwas Gutes auf den Tisch zu bringen.

Heute verbringe ich die Sommer in meinem eigenen mökki in Finnland. Vieles hat sich verändert, aber eines ist gleich geblieben: Die Art zu kochen. Denn egal ob eigenes Sommerhaus, gemietetes Ferienhaus oder Hütte auf einem Roadtrip – die Sommerhausküche folgt ihren eigenen Regeln.

Ferienhaus in FinnlandFrühstücksztisch im Ferienhaus

Sommerhaus ist nicht gleich Sommerhaus

Wer im eigenen Sommerhaus lebt, kocht anders als jemand, der für eine Woche ein Ferienhaus mietet oder von Hütte zu Hütte reist. Im eigenen Haus wächst mit der Zeit eine gewisse Routine. Man kennt die Umgebung, weiß, wo man einkauft, und legt sich einen kleinen Vorrat an.

In gemieteten Ferienhäusern – gerade in Dänemark – ist die Küche oft deutlich besser ausgestattet. Hier lässt sich fast wie zuhause kochen, wenn auch meist etwas unkomplizierter.

Und dann gibt es die einfachen Hütten auf Campingplätzen, die ich besonders aus meiner Kindheit kenne. Dort reduziert sich alles auf das Wesentliche. Oft reicht ein Topf, eine Pfanne und ein kleiner Kocher – und genau daraus entsteht eine ganz eigene Art zu kochen.

 Mehr dazu findest du hier:
„Mökki, Stuga & Hytter – Camping auf Skandinavisch“

Hofladen in Skandinavien Was du wirklich brauchst in der Sommerhausküche

Egal, welche Art von Ferienhaus es ist – beim Kochen zeigt sich schnell, dass es nicht viel braucht. Meine Küche im Sommerhaus lebt von frischen Zutaten aus der jeweiligen Region. Ein kleiner Vorrat an haltbaren Lebensmitteln ist trotzdem hilfreich, vor allem dann, wenn der nächste Supermarkt nicht gleich um die Ecke liegt. Er sorgt dafür, dass man jederzeit etwas Einfaches zubereiten kann, ohne groß planen zu müssen. Als Orientierung habe ich dir hier zusammengestellt, was sich für den Anfang oder zum Auffüllen zwischendurch bewährt hat.

Grundnahrungsmittel
Ein paar Basics sind immer gut im Haus: Weizen- und Roggenmehl, Zucker, Honig, Salz, Haferflocken, Reis oder Nudeln. Auch Kartoffeln gehören dazu – sie halten sich lange und sind unglaublich vielseitig.
Konserven & Trockenvorräte
Dazu kommen Dinge, die schnell ein einfaches Essen möglich machen: Dosentomaten, Tomatenmark, Bohnen oder Linsen, Knäckebrot, Zwiebeln und Knoblauch. Auch Brühwürfel, Gemüse, Rind und Fisch sind praktisch, wenn es mal schnell gehen muss.
Kühlschrank & Tiefkühler
Im Kühlschrank oder der Kühlbox sollte Platz für Butter, Eier, Käse, Saure Sahne und Milch sein. Tiefgekühlte Beeren oder Gemüse, bei mir sind zum Beispiel immer Erbsen vorrätig. Sie können an Regentagen kleine Lebensretter sein.
Zum Backen & Würzen
Trockenhefe, Backpulver und etwas Vanillezucker. Bei den Gewürzen reicht meist eine kleine Auswahl: Schwarzer und weißer Pfeffer, Lorbeerblätter, Currypulver und Piment. Zimt und Kardamom – Letzteres unverzichtbar für Zimtschnecken und andere skandinavische Klassiker.
Zum Verfeinern
Öl und Essig. Und bei mir gehören unbedingt Sojasauce, Ahornsirup und Senf in die Vorratskammer – kleine Zutaten mit großer Wirkung.
Für gemütliche Stunden
Kaffee und Tee dürfen in keinem Ferienhaus fehlen. Schokolade, Nüsse oder Kartoffelchips – perfekt für lange Abende auf der Terrasse.
Für heiße Tage
Ein Fruchtsirup ist ideal, um das frische Wasser aus Brunnen oder Leitung zu verfeinern. So entsteht im Handumdrehen ein erfrischendes Sommergetränk.

frischer Fiosch und Gemüse Einfach kochen im Ferienhaus – so funktioniert’s

Kochen im Ferienhaus folgt keinem festen Plan. Der Tag gibt vor, was passt. Nach einem langen Nachmittag draußen reicht oft etwas Einfaches, an kühleren Tagen darf es auch einmal ein warmes, unkompliziertes Gericht sein.

Viele Gerichte, die ich mit dem Norden verbinde, entstehen genau aus diesen Situationen heraus. Sie brauchen wenig Zutaten, lassen sich ohne großen Aufwand zubereiten und passen sich dem an, was gerade da ist.

Neue Kartoffeln mit Butter und Dill gehören für mich genauso dazu wie Smørrebrød oder ein einfacher Salat mit geräuchertem Fisch. One-Pot-Gerichte sind ideal für das Kochen im Ferienhaus, weil sie wenig Abwasch machen und sich gut vorbereiten lassen.

Zum Frühstück reicht oft ein Porridge mit Beeren. Und wenn der Tag draußen am Feuer endet, sind gegrillte Würstchen oder Stockbrot kaum zu übertreffen.

Gerade diese Einfachheit macht die Sommerhausküche aus. Man kocht nicht nach Plan, sondern mit dem, was da ist – und oft sind es genau diese Gerichte, die am meisten in Erinnerung bleiben.

Hier einige meiner liebsten Sommerhausgerichte:

Baked Feta Pasta mit Erdbeeren

Baked Feta Pasta mit Erdbeeren

Kötttbullar mit Nudeln

One Pot Pasta mit Köttbullar

Lachs aus dem Ofen

Lachs aus dem Ofen mit Sauerrahm überbacken

Salat mit Blaubeerdressing

Salat mit Blaubeerdressing

Pfannkuchentorte

Pfannkuchen-Torte

Weitere Inspiration findest du auch hier:
„Campingküche: Skandinavische Rezepte für unterwegs“

Zimtschnecken vom Blechskandinavische MesslöffelKochen & Backen im Ferienhaus ohne Waage

In vielen Ferienhäusern – vor allem in einfacheren Hütten – gehört eine Küchenwaage nicht zur Standardausstattung. Stattdessen wird in Skandinavien traditionell mit Volumenmaßen gearbeitet.

Ein paar einfache Umrechnungen helfen dabei:

  • 1 dl Weizenmehl ≈ 60 g
  • 1 dl Roggenmehl ≈ 50 g
  • 1 dl Zucker ≈ 90 g
  • 1 dl Farinzucker ≈ 60 g
  • 1 dl Kakaopulver ≈ 40 g
  • 1 dl Haferflocken ≈ 35–40 g

Oft reicht aber auch ein gutes Gefühl für Mengen. Ein Glas, eine Tasse oder ein Messbecher ersetzen die Waage erstaunlich gut und passen eigentlich viel besser zur entspannten Art zu kochen im Sommerhaus. Zum Beispiel fasst eine herkömmliche Kaffeetasse meistens rund 2 dl.

Typische Fehler in der Sommerhausküche

Gerade am Anfang macht man im Ferienhaus oft die gleichen kleinen Fehler. Man nimmt zu viel von zuhause mit und merkt vor Ort, dass vieles gar nicht gebraucht wird.

Ein weiterer Punkt ist das Thema Lebensmittelpreise. Ja, Einkaufen im Norden ist in vielen Bereichen teurer als in Deutschland – besonders in Norwegen. Allerdings haben sich die Preise in den letzten Jahren etwas angeglichen, vor allem in Schweden und Finnland. Große Unterschiede gibt es nach wie vor bei Alkohol und Fleisch, die deutlich teurer sind als in Deutschland.

Trotzdem lohnt es sich meiner Erfahrung nach kaum, den halben Kofferraum mit Vorräten zu füllen. Zum einen bekommt man vor Ort fast alles, was man braucht. Zum anderen gehört es für mich gerade im Sommer dazu, regional einzukaufen: Beeren am Straßenrand, Fisch vom Hafen, Käse aus kleinen Hofläden. Oft sind es genau diese Produkte, die den Unterschied machen – und aus einem einfachen Essen etwas Besonderes. Und manchmal übersieht man genau das, wenn man zu viel von zuhause mitbringt.

Dänemark HofladenDänemark Weizenfeld mit Mohn

Ein Blick in mein Kochbuch „Sommerhausküche“

Viele dieser Gedanken und Rezepte haben mich über Jahre begleitet und sind schließlich in mein Kochbuch Sommerhausküche geflossen.

Es versammelt einfache nordische Rezepte für das Leben im Ferienhaus – egal ob im eigenen Sommerhaus, im gemieteten Ferienhaus oder unterwegs auf einem Roadtrip durch Skandinavien.

Wenn du also tiefer in diese Art zu kochen eintauchen möchtest, findest du dort viele Ideen, die sich genau an diese Gegebenheiten anpassen.

Sommerhausküche: Rezepte für die schönste Zeit im Norden

208 Seiten
Format: 19.7 x 2 x 25.5 cm
Hardcover
Verlag: Christian Verlag; 1. Edition
ISBN 9783989510982
EUR (inkl. Mwst)

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