Vippa Oslofjord

Vippa – Streetfood-Tempel am Oslofjord

Im April war ich das erste mal seit meiner Kindheit wieder in Oslo. Und ich muss ehrlich sagen, die Stadt hat mich echt überrascht. Einen richtigen Wow-Momente hat mir Vippa beschert – ein Streetfood-Markt am Osloer Hafen.

Nachdem ich die Karl Johans Gate entlang flaniert bin, steige ich am Hauptbahnhof in den Bus Nr. 60, der mich direkt nach Vippetangen bringt. Vorbei an Lagerhallen, direkt am Wasser gelegen, erblicke ich schon von weitem die überdimensionalen Comiczeichnungen die, die Hallenwände schmücken. Im Hintergrund riesige Silos in denen früher Zucker gelagert wurde und rundherum Bänke und Tische mit freiem Blick aufs Meer.

Vippa ArtVippa Halle innen
Innen reihen sich zu Imbissbuden umfunktionierte Schiffscontainern aneinander. Hier gibt es alles, von Pizza über Thai Food bis hin zu Burger oder Schawarma. Wer mag, kann sich auf eine kulinarische Weltreise begeben. Es fällt mir schwer mich zu entscheiden. Die verschiedensten Düfte ziehen an mir vorbei. Der meiste Andrang ist vor Aleppo Bahebek.

https://www.instagram.com/p/BeN41ocDb5-/?tagged=aleppobahebek

Was ich da so auf den Tellern sehe, sieht recht authentisch aus, aber da ich erst wenige Tage vorher einen libanesischen Kochkurs gemacht habe entscheide ich mich für norwegischen Lachs, und zwar in der Form von Poke Bowl. Ich kann nur sagen – fantastisch!

Poke bowlWeniger fantastisch finde ich den Preis für den Cider. Aber so ist es eben mit den Alkoholpreisen in Norwegen. Dafür gibt es in der Halle kostenlose Wasserspender, sogar mit Prickel.

Oslos Hotspot am Wasser

Es ist Samstag und das erste sonnige Wochenende nach einem langen Winter. Zum Glück bin ich zeitig dran und finde noch einen Platz an der Sonne. Denn im Nullkommanichts füllen sich die Plätze. Endlich kann ich auch einen Blick auf das hippe Norwegen erhaschen. Die meisten kommen vom Samstagsshopping oder auf ein Reparaturgetränk nach einer langen Freitagnacht.

Mir gefällt die Atmosphäre. Industrieller Charme gepaart mit Multikulti und die sensationelle Lage direkt am Wasser. Was will man mehr?
Nach unzähligen Zimtschnecken und New Nordic Cuisine ist dies genau das richtige für mich. So kommt es, dass ich die Zeit vergesse, zwei alten Herren beim Angeln zuschaue und noch einige Cider trinke.

Vippa Oslo

Kulinarisches Sozialprojekt

Wer Vippa auf den ersten Blick für eine einfache Halle voller Essensständen halten mag, kennt die Geschichte dahinter nicht. Vippa ist ein soziales Projekt, dass Streetfood als eine Möglichkeit sieht, Einwanderer in die breite Gemeinschaft zu integrieren und jungen Köchen die Möglichkeit bietet sich zu etablieren. Eine Idee von Heidi Bjerkan, die übrigens jahrelang für die Königsfamilie kochte.
Ich hätte nie erwartet, dass Oslo so Multikulti ist.
Ein Eindruck, den ich zumindest während meiner wenigen Tage dort gewonnen habe und mich vollends für die moderne Hauptstadt am Fjord eingenommen hat. Irgendwie so ganz anders, als Helsinki oder Stockholm.

Info:

Vippa
Akershusstranda 25
0150 Oslo
www.vippa.no

Öffnungszeiten:
Dienstag – Sonntag
12:00 – 21:00 (12:00 – 20:00)

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