Meine 10 Lieblings-Rezepte aus Finnland

Dieses Wochenende, vom 25.-27. August wird das Jubiläumsjahr „Finnland 100“ mit einer ganz besonderen Aktion gefeiert: Jeder Finne oder Finnlandfreund, egal auf welchem der sechs Kontinente, ist eingeladen, sein finnisches Lieblingsgericht zu kochen und es mit Freunden oder Bekannten gemeinsam unter freiem Himmel zu genießen. Mehr zu der Aktion #Finnishyourdinner findet ihr hier >>> Globales-finnisches-speisezimmer-im-freien

Also habe ich mir so meine Gedanken gemacht – was würde ich denn finnisches kochen? Welche Gerichte sind eigentlich besonders typisch? Und vor allem – was sollte man unbedingt probieren wenn man in Finnland ist. Irgendwie gar nicht so einfach!

Als ich angefangen habe mal eine kleine Liste zusammen zu stellen, ist mir aufgefallen, es stehen gar nicht alle meine Lieblingsgerichte auf meinem Blog! Wie konnte das passieren? Das muss ich natürlich ändern! Ihr dürft euch also jetzt schon auf viele weitere finnische Rezepte freuen!

Aber bis dahin haben mir meine Bloggerkolleginnen ausgeholfen.

Meine finnischen Lieblingsgerichte:

 

Karelische Piroggen

1. Karelische Piroggen (Karjalanpiirakka)

Definitiv typisch finnisch sind Karelische Piroggen. Man findet sie in jeden Supermarkt egal ob in Lappland, an der Schärenküste oder natürlich in Karelien. Aber selbstgemacht schmecken sie natürlich am besten!
Hier geht es zum Rezept >>> Karelische Piroggen

Lachs-Kartoffel-Auflauf2. Lachsauflauf (Lohilaatikko)

In Finnland gibt es unzähligen leckeren Auflauf-, Pasteten-, Pirakka-Rezepten. Zu früheren Zeiten wurde dafür einfach die Restwärme des Holzofens ausgenutzt, wenn man eh schon am kochen war. Also gar nicht so einfach eine Entscheidung zu treffen, aber letztlich habe ich diesen leckeren Fisch-Auflauf zu meinem Lieblingsauflauf gekührt.
Hier geht es zum Rezept >>> Lachsauflauf 

 

gebratene Strömlinge

3. Gebratene Strömlinge (Silakkapihvit)

Der kleine Ostseehering oder auch Strömling genannt ist einer der beliebtesten Fische in Finnlands Küstengewässern. Es gibt unzählige leckere Gerichte. Er wird gebraten, geräuchert, gekocht, mariniert oder eben im Ofen gebacken. Das tolle an diesem Rezept ist, dass es quasi two in one ist. Ich brate stets mindestens die doppelte Menge und mariniere nach dem Essen alle, die noch übrig sind. So kann man sie wunderbar an den nächsten Tagen auch noch kalt genießen.
Hier geht es zum Rezept >>> Gebratene Strömlinge 

Lammfleisch mit Dillsauce

4. Dillfleisch (Tilliliha)

Noch heute sind viele Finnen dillfleischtraumatisiert. In früheren Jahren wurde dieses Gericht oft mit einer undefinierbaren weißen pappigen Sauce in den Schulkantinen serviert. Selbstgekocht ist es jedoch eine Delikatesse. Traditionell wird Dillfleisch mit Lammfleisch gemacht. Man kann jedoch auch Rindfleisch nehmen oder wenn man es etwas feiner mag, Kalbfleisch. Ich persönlich esse sehr gerne Lamm. Probiert es einfach einmal aus –  selbst für Lammfleischskeptiker geeignet! Durch den Dill erhält das Ganz eine frische sommerliche Note.
Hier geht es zum Rezept >>> Dillfleisch 

 

(c) Christine Birkel, www.finnweh.de

5. Kohlrouladen (Kaalikääryleet)

Dieses Gericht gibt es zwar in Deutschland auch, aber in Finnland werden sie anders zubereitet. Ein Unterschied ist zum Beispiel, dass sie nicht nur mit Hackfleisch gefüllt werden, sondern zusätzlich mit Reis. Aber der wesentliche Unterschied, wie ich finde ist, dass die Kohlwickel bevor sie in den Ofen kommen mit einer Sirup- oder Zucker-Wasser-Mischung übergossen werden. So wird der süßliche Geschmack des gebratenen Kohls noch einmal verstärkt. Dazu eingeweckte Preiselbeeren – ein Gedicht!
Wie man sie macht, findet ihr bei Tine auf finnweh.
Hier geht es zum Rezept >>> Kaalikääryleet – Finnische Krautwickel

 

Rentiergeschnetzeltes

6. Rentiergeschnetzeltes (Poronkäristys)

Die Delikatesse aus dem hohen Norden von Finnland. In Lappland leben die Rentiere das ganze Jahr in freier Wildbahn und ernähren sich hauptsächlich von Gräsern, Flechten, Pilzen und Rinden. Ich würde sagen, besseres Fleisch kann man nicht bekommen! Daher kommen in traditionelles Rentiergeschnetzeltes auch fast keine weiteren Zutaten außer Fleisch.
Hier geht es zum Rezept >>> Rentiergeschnetzeltes 

 

finnische Sommersuppe

7. Sommersuppe (Kesäkeitto)

Der Finnland-Sommer-Klassiker schlecht hin! Und eine der besten Suppen die ich kenne! Spätestens wenn ich auf dem Markt die Erbsen zum selber Pulen sehe, weiß ich, jetzt ist Sommer und die Zeit für junges Gemüse.
Hier geht es zum Rezept >>> Sommersuppe

8. Blaubeercreme (Mustikkavispipuuro)

Finnen sind große Porridge-Freunde. Für gewöhnlich startet man den Tag mit einer großen Portion Haferbrei – eine Vorliebe die ich bis heute allerdings nicht so ganz teilen kann. Es gibt unzählige Kochbücher, die sich nur dem Thema puuro widmen, egal ob aus Haferflocken, Grieß oder Milchreis. Das schöne an diesem Rezept ist jedoch, durch einen kleinen Kunstgriff wird aus dem klassischen Grießbei ein fluffiges fruchtiges Dessert.
Hier geht es zum Rezept >>> Blaubeercreme

 

(c) Eeva Jauss, www.ohwienordisch.blogspot.de

9. Ohrfeigen (Korvapuusti)

Man könnte die sogenannten Ohrfeigen wohl als die finnische Zimtschnecke bezeichnen. Ob geschmacklich ein großer Unterschied besteht darüber kann man wohl streiten. Aber worüber man wohl nicht streiten kann, dass sie in Finnland genauso gerne gegessen werden wie ihr schwedisches Pendant.
Das Rezept mit einer sehr anschaulichen Anleitung habe ich bei Eeva von Oh, wie nordisch! gefunden.
Hier geht es zum Rezept >>> Ohrfeigen

 

Erdbeertorte

10. Erdbeer-Rhabarber-Torte (Mansikka-Raparperi-Brita)

Diese Torte darf natürlich auf meiner Top-Liste auch nicht fehlen. Eigentlich eine klassische Mittsommertorte. Süße knusprige Baiserböden gepaart mit Frucht und Sahne – einfach ein wahrer Tortentraum.
Hier geht es zum Rezept >>> Erdbeer-Rhabarber-Torte 

Let’s all eat together. #Finnishyourdinner

  1. Tolle Zusammenstellung… da will man sofort loslegen in der Küche. 🙂

  2. Ach ja, es geht nichts über karelische Piroggen! Leider mache ich sie selbst viel zu selten…zum einen liegt es daran, sie dünn genug zu bekommen (wenn man keine spezielles Nudelholz hat und meist nur auf eine leere Weinflasche zurückgreifen kann) und zum anderen an der Falttechnik (meine Versuche haben dann meist immer ein wenig „Unfallcharakter“).
    So etwas wie korvapuustit, vaniljamunkkipullat oder mustikkapiirakka sind dann doch etwas leichter zu bewerkstelligen!? 😀

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