Lodz – alte und neue
Schönheit der industriellen Vergangenheit (Tag 1)

Wie Ihr vielleicht schon mitbekommen habt, habe ich diesen Sommer das Experiment gestartet mit dem Auto plus zwei Hunden an Bord über das Baltikum nach Finnland zu fahren. Sozusagen eine Alternativroute, frei nach dem Motto: Der Weg ist das Ziel. Diejenigen, die mir auf Facebook oder Twitter folgen, haben meine Anreise durch Polen, Litauen, Lettland und Estland bereits mitverfolgen können. Inzwischen bin ich in Lappland angekommen und habe mich wieder häuslich eingerichtet, also höchste Zeit für einige Reisenotizen.

Die Via Baltica

Via Baltica, damit meint man eigentlich die Europastraße 67 (kurz: E 67), sie führt von Prag über Breslau, Warschau, Lazdijai, Kaunas und Riga bis nach Tallinn und schließlich per Fähre nach Helsinki. Sie folgt einem alten Handelsweg, der schon zu Römerzeit bestand und inzwischen gut, oft schon Autobahnähnlich, ausgebaut ist. Im Vorhinein bin ich auf ziemlich viel Unverständnis bezüglich meines Vorhabens gestoßen.
„Das ist doch viel zu gefährlich, da im Osten“, „Wie mit dem eigenen Auto, bist du wahnsinnig!“ und noch mehr in dieser Art. Allen Skeptikern zum Trotz habe ich dieses Unternehmen gestartet und keines falls bereut, höchsten das ich viel zu wenig Zeit hatte. Das Baltikum ist einfach viel zu schön um nur durch zu fahren. Und eines kann ich Euch versprechen: Wer Skandinavien liebt, wird auch das Baltikum lieben!

Theo, wir fahr’n nach Lodz…

Aber nun genug des Vorworts. Das erste Etappenziel hieß Lodz. Für den ersten Tag war also erstmal Kilometer machen angesagt. Immerhin lagen fast 800 Kilometer vor mir.
Als klassische Schönheit wie Danzig oder Krakau kann man Lodz sicherlich
nicht bezeichnen, aber als ich am späten Nachmittag in die Stadt einfahre,
ist die frühere Pracht aus der Zeit der Industrialisierung unverkennbar.
Ich frohlocke. Wer wie ich ein Faible für industrielle Architektur hat, für den ist Lodz ein absolutes Muss! Nicht ohne Grund hatte ich mir das andel’s Hotel Łódź zum nächtigen ausgesucht. Es befindet sich mitten in der Stadt, in einem Teil eines alten Fabrikkomplex aus dem 19. Jahrhundert. Wo einst die Textilmaschinen lärmten, erwarten einen heute ruhige, helle, stylische Zimmer mit allem Komfort. Auch das Frühstücksbuffet hielt was es versprach. Das Bircher Müsli, phantastisch! Die Würstchen musste ich natürlich auch probieren, für mich ein echter Gradmesser für ein gutes Hotelfrühstück. Und ich muss sagen, Test bestanden! Alles in allem, ein absolut empfehlenswertes Hotel.

Für mich ging es dann nach dem Frühstück weiter in Richtung Litauen, aber beim nächsten mal werde ich mehr Zeit mitbringen, um tiefer in das Kreativquartier Off Piotrkowska einzutauchen. Im Gegenteil zum schicken und kommerziell ausgerichtetem Kultur- und Einkaufszentrum
Manufaktura, in dem das Hotel untergebracht ist, habe die Kreativen der Stadt dort einen anderen Weg eingeschlagen um das lange leerstehende Industrie-Erbe zu nutzen. Unter der Hausnummer Piotrkowska 138-140 findet man verschiedene Ateliers, Shabby-Chic Cafés, Design-Restaurants, Conceptstores und vieles mehr.

Hier geht die Reise weiter –  Tag 2 >>>

andel’s Hotel Lodz

ul. Ogrodowa 17

91-065 Lodz

Poland
Tel.: +48 42 279 10 00

Fax.: +48 42 279 10 01
E-Mail: info@andelslodz.com

 

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