Hollunderblütensirup
(Seljankukkamehu)

Finnische Küche: Seljankukkamehu ( Hollunderblütensirup )

Oooooh, dieser wunderbare Hollunderblütenduft wenn ich auf meinen Balkon trete! Gerade jetzt an diesen warmen Tagen, verströmt der Hollunderbaum vor meinem Haus einen wahnsinnig intensiven Duft. Kein Wunder, dass ich inzwischen bei der dritten Produktion von Hollunderblütensirup angelangt bin. Ich glaube soviel habe ich noch nie in einem Jahr gemacht. Aber das liegt einfach daran, dass immer wenn ich morgens meinen Kaffee auf dem Balkon trinke, mir dieser betörende Duft in die Nase steigt. Es ist fast schon ein Ritual in den letzten Tagen geworden… ich zähle, während ich da so sitze und langsam wach werde, wieviele Blütendolden ich von meinem Balkon aus problemlos erreichen kann. Und immer wenn es so um die 10-12 sind, setze ich neu an. Man könnte natürlich einfach losziehen und viele auf einmal pflücken. Vielleicht bin ich auch einfach etwas verrückt, aber inzwischen mache ich das, wie gesagt, schon im Halbschlaf.
Ihr fragt Euch, was hat das denn jetzt mit finnischer Küche zu tun? Naja, auch in Finnland gibt es viele Hollunderbäume und aufgegossen mit eiskalten Wasser aus dem eigenen Brunnen ist der Seljankukkamehu wohl eines der beliebtesten Sommergetränke. Er gehört zu dem Sommer-Mökki, wie Birkenreisig, selbstgefangene Fische und finnische Erdbeeren! Klar hat sich der Hugo in Finnland auch schon durchgesetzt. Und mit Sekt
aufgegossen ist der Hollunderblütensirup inzwischen ja schon fast ein Klassiker. Aber der Finnland-Special ist sozusagen:  Hollunderblütensirup aufgegossen mit Apfel- oder Birnencidre. Mahtava!!!

 Rezept für Hollunderblütensirup

( ergibt ca. 1,5 Liter )

Zutaten:
10-12 Hollunderblütendolden
800 g Zucker
20 g Zitronensäure
1 unbehandelte Zitrone
1 l Wasser

Zubereitung: Die Holunderblütendolden im vollreifen Zustand ernten, sie sollten stark duften und geöffnet sein. Bevor man die Dolden weiterverarbeitet sollte man sie kurz und kräftig ausschütteln, damit keine kleinen Käfer oder Spinnennetze mit in den Sirup gelangen. Aber Achtung, auf keinen Fall waschen. Nun könnt Ihr sie zusamen mit der in Scheiben geschnittenen Zitrone in einen großen Topf legen und mit dem Wasser übergießen. Dann 24 Stunden ziehen.
Am nächsten Tag durch ein feines Sieb seihen und mit dem Zucker und der
Zitronensäure zusammen aufkochen. Durch das Aufkochen löst sich
der Zucker leichter und der Sirup wird länger haltbar. Noch heiß in gut ausgespülte Flaschen füllen und dann kühl lagern.

Tipp: Man kann statt der Zitronensäure auch den Saft
von 1-2 frischen Zitronen nehmen.

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